Werbekrafiker sind keine Webdesigner

general von Marcus am 24. Oktober, 2007 @ 08:11 No Comments »

Noch immer arbeitet so mancher ambitionierter Webdesigner mit WYSIWYG Editoren ohne zu wissen, wie schnell sich schlechter HTML Code in eine Seite einschleicht. Jenseits des <html> Tags gibt es weit aus mehr Möglichkeiten, die nur Profis beherrschen.

Viel Schlimmer sind Werbegrafiker, die meinen ihre Hochglanzbroschüren auf das Web übertragen lassen zu können. Sicher machen Werbeagenturen einen tollen Job, doch immer wieder hört man, dass die Webseite ja nur eines von vielen Werbemedien sei, welches nur durch die Agentur nebenbei erledigt werden muss. Am Ende stehen dann Webseiten mit riesigen Grafiken, die hunderte KByte Speicherplatz fressen und die sich kaum einer ansehen möchte, da die Ladezeit viel zu lange ist.

Webseiten sind keine Hochglanzbroschüren. Wir haben in Deutschland genug gute (und ambitionierte) Webdesigner, die in der Lage sind exzellente Konzepte zu entwickeln. Konzepte aus Werbeagenturen lassen sich nicht so ohne weiteres auf einem Bildschirm platzieren. Wenn man diese Idee verfolgt, liegt man im aufbau einer Seite völlig falsch. Ohne die Zusammenarbeit zwischen Werbeagentur und Webdesigner funktioniert ein Seitenkonzept nicht. Viel mehr: Der Webdesigner muss zu beginn der Konzeptfindung eingebunden werden, damit nicht zwanghaft eine gedruckte Broschüre in ein <html> Korsett gequetscht wird.

Wiedererkennung, neudeutsch “Corporate Identity” bedeutet nicht ein 1:1 kopieren der vorhandenen Grafiken für eine Webseite. Spätestens wenn Seitenbesucher fern bleiben, muss man sich über das Konzept Gedanken machen. Schließlich ist es ja das Ziel Menschen zu erreichen. Navigationselemente und Inhalte müssen zueinander passen. Seiten ohne Inhalte, veralteten Inhalten oder Inhalten ohne erkennbaren Mehrwert sind Marketinggags, nicht mehr und nicht weniger.

Auch ich bin dem mal erlegen und habe eine Seite erstellt, deren Konzept eines Werbegrafikers zugrunde lag. Mittlerweile sträube  ich mich gegen eine solche Vorgehensweise und mach meinen Unmut darüber deutlich, wie schwachsinnig ein solcher 1:1 Wille zur Umsetzung doch ist. Papier ist Papier, das gedruckte wirklich völlig anders. Druckfarbwerte sind nicht gleich Bildschirmfarben. Die Benutzung des Webs funktioniert anders wie der erste Blick auf ein Faltblatt.

Content Manager oder das Web 2.0

absurd von Marcus am 24. Oktober, 2007 @ 01:38 No Comments »

Wirklich absurd. Früher bei meinem damaligen Arbeitgeber gab es für das Portal einen Content Manager, keine Ahnung wie der hieß. Damals war man der Meinung mit Funktionen eine Seite überladen zu müssen, damit Seitenbesucher möglichst lange auf dem Portal verweilen. Nicht nur Pageviews und Pageimpressions war hier der Marketinggag, sondern die “Verweildauer” auf dem Portal. Horoskope, Shopping, Lifestyle, Erotik und viele andere Schlagwörter wurden auf eine Seite geklatscht um möglichst viel anbieten zu können. Meistens wurde von extern eingekauft. Zuständig hierfür war eben ein Content Manager.

Und wie lachhaft solche Marketing Worthülsen sich anhören in Zeiten des Web 2.0 - wobei, was ist Web 2.0? Die Verbindung verschiedener Inhalte aus unterschiedlichen Quellen oder? Nichts anderes hat man damals gemacht. Man nutzte andere Dienstleister um seine Seite zu komplettieren. Wer fragt da nach Inhalten? Wer schaut sich die Inhalte an? Wie gehaltvoll waren die Inhalte? Fast gegen Null! :-)

Kaum einen hat das Geschwafel interessiert, was da auf den Portalen stand. Und das Geld was für die Inhalte ausgegeben wurde, wäre sicher besser in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Um dem ganzen noch einen Gipfel aufzusetzen, wurden hoch teure Sun Server und sehr teure Loadbalancer eingesetzt um den zu erwartenden Ansturm gewachsen zu sein. Hochverfügbarkeit war hier ein Stichwort. Wehe das Portal lief mal nur ein paar Minuten nicht! Das Donnerwetter hörten damals auch kleine Projekt Manager wie mich von der Geschäftsleitung.

Nun sind ein paar Jahre vergangen. Was ist geblieben? Nur heimliches Grinsen. :-) Web 2.0 ist überall zu hören und zu lesen. Die Verknüpfung von Inhalten und Angeboten  von anderen Seiten. Waren wir nicht mal auf dem richtigen Weg, weg von überfrachteten Webportalen? Klar strukturierte “Inhalte” mit Wert lief doch eigentlich besser oder?

TrueCrypt - so schwer ist es nicht

software von Marcus am 23. Oktober, 2007 @ 00:33 No Comments »

Nachdem ich mich bereits über TrueCrypt geäußert hatte, hier eine kleine Hilfe. :-)

Komplettes Volume oder ein Volume in einer Datei erstellen? Der Vorteil einer kompletten Festplatte: Ich kann den ganzen Platz nutzen. Der Nachteil: Die angeschlossene Festplatte erscheint normal ohne TrueCrypt leer. Ein weiterer Vorteil haben Volume Dateien: Man kann sie kopieren, verschieben und weitergeben. Die Entscheidung ist sicher nicht immer einfach, zumal man die Größe nachträglich nicht ändern kann.

Nach dem Einbinden erscheint auch die eingebundene Datei als Volume. Somit erscheint dem Nutzer keine Änderung in der Benutzung. Für mich, der die Festplatte noch für andere Zwecke nutzt, ein klarer Vorteil!

Sollte man allerdings viele Daten verschlüsseln wollen, so ist die Überlegung sicherlich schwieriger. Komplett verschlüsselte Festplatten bieten viel mehr Platz. Durch die Formatierung mit NTFS können auch größere Dateien darin Platz finden (jenseits der 4GB). Ein Wunsch nach nachträglicher Größenänderung ist nicht erforderlich, da die komplette Festplatte verschlüsselt ist.

Die Entscheidung wie du nun an dieser Einstellung vorgehen möchtest, richtet sich ganz an den Zweck des Volumes. Möchtest du nur einzelne Dateien verschlüsseln, so fährst du mit einzelnen Volume Dateien besser. Möchtest du riesige Datenmengen zB auf externe Festplatten speichern, so ist eine komplette Verschlüsselung vielleicht besser?

Linksys WRT54GL wiederbeleben

technical von Marcus am 14. Oktober, 2007 @ 21:32 No Comments »

Nachdem FON die ausgelieferten Linksys WLAN Router (die praktisch für umsonst verteilt wurden) gegen eine kostenlose Fonera getauscht hat, lag es nahe den vorhandenen Linksys umzuflashen. Erst installierte ich mir Open-WRT, was mir aber zu kompliziert erschien. Mit HyperWRT versuchte ich eine weitere Variante an Firmwareversionen. HyperWRT soll sich an der offiziellen Firmware orientieren und eine Erhöhung der WLAN-Sendeleistung ermlöglichen. Derlei Firmware für diese Linksys-Kiste gibt es ja genügend. Auf der inoffiziellen FON Support Community Seite (Fonboard) findet man hierzu eine interessante Auflistung verschiedenster Firmwartevarianten.

Letztendlich habe ich mir mit HyperWRT meinen Linksys fast tot geflasht. Eine Reaktion seitens des WLAN Routers auf http (Web-Administration) war nicht mehr vorhanden. Ping nicht mehr da. “Hatte sich nur die IP geändert?, fragte ich mich hilflos. Weit gefehlt. Das arme Ding meldete sich nun überhaupt nicht mehr. :-( Naja, EthernetUplink blinkte noch, aber das war es dann auch bereits. :-(

Allerdings habe ich mal auf verdacht die TCP/IP Einstellungen geändert auf:

IP = 192.168.1.99
Subnet mask = 255.255.255.0
Gateway = 192.168.1.1
DNS = 192.168.1.1 (Optional)

Ich habe mir dann die DD-WRT micro generic  Firmware bei dd-wrt.com geholt, mit dem TFTP  Tool von Linksys aufgeflasht, Router ausgestöpselt und neu gestartet. Bäng. Wunderbar, geht wieder! :-) Aber ohne im Internet zu fuscheln hätte ich es nicht geschafft. Eine vernünftige und brauchbare Anleitung lag ja dem von FON fermurxten Ding leider nicht dabei. Zuhauf findet man Seiten im Internet zum Thema Linksys. Aber ist es auch die richtige? Und habe ich die richtige Linksysversion die da beschrieben ist? So ganz einfach scheint mir das nämlich nicht zu sein. Egal. Nun scheint der Linksys wieder zu gehen, momentan halt mit dd-wrt. Wenn ich irgendwann Zeit habe, werde ich das Gerät mal im Zusammenhang mit der Fritz! Box im Bridging Mode verbauen. Schließlich hatte ich mir für die Linksys noch zwei 7dbi Antennen besorgt, dann muss es also irgendwo und irgendwie auch verbaut werden.  :-)

Lasereinheit getauscht an meinem Denon

technical von Marcus am 14. Oktober, 2007 @ 02:23 1 Comment »

Kennt Ihr das? Manchmal hängt man an Dinge, die man einfach nicht mehr missen möchte. :-( Meinen Denon DCD-810 CD Player möchte ich auch nicht verlieren. Leider wollte mein CD Player nicht mehr alle CDs abspielen. Vor allem selbstgebrannte CDs oder etwas problematische CDs mit Überlänge oder Fehlern wollte er nicht mehr so ohne weiteres schlucken.

Aber der Klang dieses mittlerweile älteren Gerätes, kann man mit heutigen Geräten einfach nicht mehr vergleichen.

Über Ebay habe ich mir also Kurzerhand eine neue Lasereinheit bestellt. Irgendwann kam die auch an. Keine Ahnung woher. Angeblich eine original Sony Lasereinheit. Wer will das wissen? Hauptsache das Ding tut was es verspricht. :-)

Denon DCD810 von Innen

Also vorhin (gegen 1:30) meinen CD Player geöffnet. Das Innere kenne ich ja bereits durch mehrmaliges reinigen der Linse. Irgendwann war ich es einfach müd´. Entweder ein neuer CD Player (gibt es noch sowas?) oder eine Reparatur. Nur wer soll sowas noch reparieren und zu welchem Preis? Ich habe da auch mittlerweile keine größeren Hemmungen mehr irgendwas aufzuschrauben. Nach meinem Prozesorwechsel am Vario Notebook PCG-F403, kann sowas nicht viel schwerer sein…

Laufwerk mit Lasereinheit Denon DCD810

Natürlich musste das komplette Laufwerk ausgebaut werden um die Lasereinheit getauscht zu bekommen, war ja nicht anders zu erwarten. :-( Nicht mal in meinem DVD Player sind soviel Teile verbaut. Auch das Laufwerk scheint mir bei dem Denon CD Player recht hochwertig, trotz viel Kunststoff. Das Laufwerk ist auf einem Metallgerüst und auf Federn gelagert.

Die neue Lasereinheit habe ich nicht fotografiert, aber das Original. Original war eine KSS150A drin. Wieso man mir etwas anderes schickte? Keine Ahnung. Hauptsache es passt irgendwie. :-)

KSS150A Lasereinheit für Denon DCD810


Beim Einbau einer neuen Lasereinheit muss man ein paar Punkte beachten: Statische Aufladungen können sich tödlich für das kleine Ding auswirken, Lötbrücke muss entfernt werden, der Einbau sollte gut überlegt sein. :-)

KSS150A Detail Platine

Auf der Rückseite des Lasers ist eine ESD-Lötbrücke, die nach dem Anschluss an die Pfostenstecker entfernt werden muss. Dieser Lötklumpen auf der Platine unten rechts muss man also trennen, sonst funktioniert er nicht. Diese Brücke ist ein Schutz gegen elektrostatische Entladung. Das Bild zeigt nicht die KSS210A, sondern das Originalteil KSS150A! Leider habe ich es einfach vergessen zuvor ein Bild zu machen. Aber im Internet findet man sicher ein Bild.

Alles in allem etwa 3/4 Stunde Arbeit und nun wieder einen voll funktionierenden CD-Player. :-) Die Investition von knapp 20 Euro + Versand haben sich in meinen Augen gelohnt. So mancher hätte das gute Teil irgendwann entsorgt. Mir persönlich was das Gerät einfach noch zu gut.

Fritz! VPN Labor Version, Fritz USB Funktion.

technical von Marcus am 12. Oktober, 2007 @ 10:57 No Comments »

Ich habe gestern mal mit der VPN Labor Version experimentiert und bin daran gescheitert.

Eine Warnung an alle die das mal probieren möchten: jegliche Einstellungen gehen bei einem Wechsel zu einer quasi älteren Version verloren, wohingegen die Einstellungen zu einer neueren Version erhalten bleiben.

Die Konfiguration auf der Fritz! Seite ist noch recht simpel. Die Installation der Fernzugangssoftware auf der Client Seite, also die Seite von der aus das VPN initiiert werden soll hingegen, ist nicht so einfach. Die Treiberinstallation hat bei der ersten Installation zB nicht funktioniert und mein Laptop blieb einfach stehen.

Ein VPN Tunnel konnte ich nicht erfolgreich aufbauen. Ob es hierzu eine vernünftige HowTo Seite gibt? Ich habe gestern leider keine gefunden. Und vorerst möchte ich auch keine Labor Version mehr ausprobieren. :-(

USB Unterstützung für Massenspeicher, auch ein Thema bei der 7170 Fritz!. Ich dachte eingentlich an einem eingebauten Samba, weit gefehlt. Fritz! stellt so eine Funktionalität lediglich in einer Labor Version zur Verfügung. In der derzeit aktuellen Version erfolgt der USB Zugriff nur via FTP. Windows ab 2000 unterstützt ja das verbinden von entfernten Netzwerkressourcen - allerdings nicht wirklich als Netzwerkverbindung, sondern als Verknüpfung. Alle darüber gespeicherten Daten werden eben auf der lokalen Platte im lokalen Verzeichnis gepuffert.

Jetzt gibt es verschiedene Tricks - die man mit Googlen herausfinden kann. Unter diesen Tricks - es sind Programme, gibt es kostenlose Lösungen, sowie kostenpflichtige. Da ist zum einen Red Drive File Transfer Extension, das aber eigentlich nicht viel anders funktioniert, wie die eingebaute Verknüpfungslösung.  Zudem scheint mir Red Drive wirklich nur eine Windows Explorer Extension zu sein, die, wie sicherlich bekannt, nicht in anderen Programmen funktioniert. Dann gibt es noch Webdrive von South River Technologies- Dieses Programm habe ich aber nicht ausprobiert, da mir die Lizensgebühren für einen kleinen Test einfach zu hoch sind und ich nur mal testen wollte. Letztendlich bin ich auf eine kostenlose Variante von Novell gestoßen. Novell hatte im Rahmen seiner Novell Client Programme vor einiger Zeit NetDrive entwickelt. Mit Netdrive kann man einen entfernten FTP Server als Laufwerksbuchstabe einbinden. Keine Ahnung ob das Programm auf der Novell Seite noch zu finden ist. Ich habe Netdrive nur per Zufall auf Internetseite der Universität für Bodenkultur Wien gefunden. :-) Ob dieses doch recht angestaubte Netdrive unter Vista funktioniert, kann ich leider nicht testen mangels Vista. Das übertragen größere Daten sollte man auch mit bedacht machen, da auch dieses Programm alle Daten zunächst lokal puffert. Aber es läuft.

Alles in allem recht interessanter Experimentierabend, über Sinn und Zweck kann man sicher streiten. Die VPN Funktion hätte ich ganz praktisch gefunden um unterwegs auf Dateien zurück greifen zu können. Leider hat das nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die dyndns Konfiguration und das aufspielen der Fritz! Firmware war hier noch am einfachsten. Die Installation des VPN Treibers hingegen ist nicht trivial - hier muss also noch nachgearbeitet werden. Die USB Massenspeicherfunktion an der Fritz! 7170 ist ganz nett, wenn man im Netzwerk nur Dateien austauschen möchte. Nur FTP ist allerdings nicht immer brauchbar. Auch unterstützt der USB Anschluss  keine NTFS Partitionen. Wer eine größere Festplatte benutzen möchte, hat u.U. spätestens hier bereits Probleme mit der Anlegung größerer FAT32 Partitionen, denn unter Windows XP ist dies mit Boardmitteln nicht mehr möglich. Dank meinem True Image aber kein Problem.

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